🔍 Beschreiben und Erklären
Gegenstände, Personen und Vorgänge beschreiben
Personenbeschreibung
Aufbau einer Personenbeschreibung
Bei einer Personenbeschreibung geht man systematisch vor: Zuerst die äußeren Merkmale von oben nach unten, dann zu inneren Eigenschaften.
Äußere Merkmale (von oben nach unten):
1. Haare: Farbe, Länge, Struktur (lockig, glatt, wellig)
2. Gesicht: Augen, Nase, Mund, Besonderheiten
3. Körper/Größe: groß, klein, schlank, kräftig
4. Kleidung: Was trägt die Person? (Stil, Farben)
5. Besonderheiten: Narben, Brille, Tattoos, Schmuck
Innere Eigenschaften:
• Ist die Person freundlich oder verschlossen?
• Wirkt sie selbstsicher oder unsicher?
• Lächelt sie oft?
• Wie bewegt sie sich?
Übersichtstabelle: Was beschreibe ich bei Personen?
| Bereich |
Beispiele |
| Haare |
braun, lang, lockig, Pferdeschwanz |
| Gesicht |
runde Augen, große Nase, breites Lächeln |
| Körper |
schlank, groß, muskulös, klein |
| Kleidung |
rotes T-Shirt, blaue Jeans, schwarze Schuhe |
| Besonderheiten |
Brille, Ohrring, Tattoo, Narbe |
Gegenstandsbeschreibung
Aspekte der Gegenstandsbeschreibung
Bei Gegenständen beschreibt man Material, Form, Farbe, Größe und Funktion.
Die 5 Punkte:
1. Material: Holz, Metall, Kunststoff, Stoff
2. Form: Rund, eckig, oval, würfelförmig
3. Farbe: Konkrete Farben nennen
4. Größe: Klein, mittelgroß, groß (bei Bedarf: cm/m)
5. Funktion: Wofür ist der Gegenstand da? Wie wird er benutzt?
Wichtig: Adjektive gezielt einsetzen. Nicht „das Ding" sagen, sondern das Substantiv nennen. Systematisch vorgehen — nicht planlos!
Vorgangsbeschreibung
Was ist eine Vorgangsbeschreibung?
Eine Vorgangsbeschreibung ist eine schrittweise Anleitung. Sie erklärt, wie man etwas macht (z.B. Rezepte, Bedienungsanleitungen).
Merkmale:
- Zeitform: Imperativ („Schneide...") oder man + Verb („Man schneidet...")
- Signalwörter: zuerst, dann, danach, anschließend, schließlich, zuletzt, abschließend
- Nummerierung: 1., 2., 3. usw.
- Vollständige Sätze
- Objektiv: Keine Gefühle, nur Fakten
Beispiel: Wie kocht man Nudeln?
- Zuerst füllst du einen großen Topf mit Wasser und stellst ihn auf die Herdplatte.
- Dann salzt du das Wasser kräftig (so dass es wie Meerwasser schmeckt).
- Danach bringst du das Wasser zum Kochen, bis es kräftig brodelt.
- Jetzt gibst du die Nudeln ins kochende Wasser und rührst sie um.
- Während die Nudeln kochen, liest du die Garzeit auf der Packung.
- Schließlich kostst du eine Nudel — sie sollte «al dente» sein (noch leicht bissfest).
- Zuletzt gießt du die Nudeln in ein Sieb und lässt das Wasser ablaufen.
Merke: Vorgangsbeschreibungen sind sachlich, klar und immer in der gleichen Reihenfolge!
Gute Beschreibungen — Tipps
Was macht eine gute Beschreibung aus?
✓ Konkrete Adjektive statt allgemeine
Statt: „Der Tisch ist schön."
Besser: „Der Tisch ist aus hellem Eichenholz mit einer glattrasierten Oberfläche."
✓ Fachbegriffe verwenden
Statt: „Das runde rote Ding auf dem Bild"
Besser: „Die rote Tomate mit dem grünen Kelch"
✓ Keine Wertungen
Statt: „Die hässliche Frau mit dem dummen Blick"
Besser: „Die Frau mit der Brille und dem ernsten Gesichtsausdruck"
✓ Vollständige Sätze
Statt: „Blau. Groß. Rund."
Besser: „Die Schüssel ist aus dunkelblauem Porzellan und hat einen Durchmesser von etwa 30 cm."
Faustregel: Wenn jemand die Beschreibung liest, sollte er den Gegenstand vor Augen haben — ohne ihn zu sehen!
Übungsaufgaben
Prüfe dein Wissen über Beschreibungen!
❓ Aufgabe 1: In welcher Reihenfolge beschreibt man eine Person äußerlich?
❓ Aufgabe 2: Welche Zeitform oder Modus verwendet man in einer Vorgangsbeschreibung?
❓ Aufgabe 3: Welches Signalwort leitet den letzten Schritt einer Vorgangsbeschreibung ein?
❓ Aufgabe 4: Welche 3 Aspekte nennt man als Minimum bei einer Gegenstandsbeschreibung?
❓ Aufgabe 5: Was sollte man in einer Beschreibung NICHT machen?