Wer sind Produzenten, Konsumenten und Destruenten?
Wie fließt Energie durch ein Ökosystem?
Was sind Nahrungsbeziehungen?
Alle Lebewesen brauchen Energie und Nährstoffe zum Leben und Wachsen. Diese Energie wird durch das Fressen und Gefressen-Werden weitergegeben – das sind die Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem.
Es gibt drei Gruppen von Lebewesen, die zusammen ein funktionierendes Ökosystem bilden:
Die drei Gruppen im Ökosystem:
Produzenten: Pflanzen (auch Algen) erzeugen durch Fotosynthese organische Substanz aus Sonne, Wasser und CO₂
Konsumenten: Tiere, die sich von Produzenten oder anderen Konsumenten ernähren
Destruenten: Bakterien und Pilze, die tote organische Substanz abbauen
Die verschiedenen Konsumenten
Konsumenten werden nach ihrer Position in der Nahrungskette eingeteilt:
Konsumenten 2. Ordnung (Karnivoren/Omnivoren): Fressen Herbivoren – z.B. Frosch, kleine Raubvögel
Konsumenten 3. Ordnung (Spitzenpredatoren): Fressen andere Karnivoren – z.B. Storch, Adler
Die Nahrungskette
Eine Nahrungskette zeigt, wer wen frisst, indem Organismen mit Pfeilen verbunden werden. Der Pfeil zeigt immer vom Gefressenen zum Fresser – die Richtung des Energieflusses.
Beispiel: Nahrungskette am Teich
Gras → Heuschrecke → Frosch → Storch
Gras = Produzent (erzeugt Energie durch Fotosynthese)
⚠️ Jede Nahrungskette beginnt IMMER mit einem Produzenten (Pflanze)!
Wichtige Regeln für Nahrungsketten
Der Pfeil zeigt von der Beute zum Räuber
Jede Kette hat meist 3–5 Glieder (danach ist zu wenig Energie übrig)
Es gibt keine zirkulären Ketten – die Richtung ist linear
Destruenten sind in der Kette nicht eingezeichnet, aber bauen überall ab
Das Nahrungsnetz
Die Realität ist komplizierter als eine einzelne Nahrungskette! In der Natur sind viele Nahrungsketten miteinander verflochten. Das nennt man ein Nahrungsnetz.
Beispiel: Teich-Nahrungsnetz
Wasserpflanzen werden von Insekten, Schnecken UND kleinen Fischen gefressen. Insekten werden von Fröschen, Fischen UND Vögeln gefressen. So entsteht ein Netz aus vielen verknüpften Nahrungsketten.
Warum ist ein Nahrungsnetz realistischer?
Tiere sind Allesfresser (Omnivoren) – ein Frosch frisst Insekten, kleine Fische und sogar Würmer
Mehrere Raubtiere jagen das gleiche Beutetier
Wenn eine Art ausfällt, gibt es Ausweichnahrung statt eines Zusammenbruchs
Das Netz zeigt die Stabilität eines Ökosystems
Ein stabiles Ökosystem mit vielen Vernetzungen kann Störungen besser verkraften als ein einfaches lineares System.
Eine wichtige Regel: Mit jeder Stufe der Nahrungskette geht viel Energie verloren!
Produzenten: 100% der eingestrahlten Sonnenenergie
Konsumenten 1. Ordnung: ca. 10% der Energie aus den Pflanzen
Konsumenten 2. Ordnung: ca. 10% der Energie aus den Herbivoren
Konsumenten 3. Ordnung: ca. 10% der Energie aus den Karnivoren
Warum geht so viel Energie verloren?
Ein Tier braucht Energie zum Atmen, Bewegen, Wärmebildung. Nur ein kleiner Teil der aufgenommenen Energie wird in Körpermasse umgewandelt. Das ist ein Naturgesetz und heißt 10%-Regel.
Übungsaufgaben
❓ Womit beginnt jede Nahrungskette?
❓ Was sind Destruenten?
❓ In der Kette Gras→Heuschrecke→Frosch→Storch: Was ist die Heuschrecke?
❓ Wohin zeigt der Pfeil in einer Nahrungskette?
❓ Wie nennt man ein Netz aus mehreren Nahrungsketten?